Tags

“Interstellar”

Im Grunde genommen ist das philosophische Konzept des Films ganz einfach: “Wenn sich nur ein Gerechter in der Stadt findet…” (Ja, ich weiß, in der Bibel waren es 10, aber hier reicht der höheren Macht anscheinend ein Einziger). Einer, der bereit ist, sich selbst aufzuopfern, um die ganze Menschheit zu erretten
Die Menschheit wird erst getestet, ob sie sich der Rettung überhaupt als würdig erweist. Genau deswegen wird Dr. Brand Senior keine Formel der Rettung für die ganze Menschheit offenbart, weil er bereit ist, alle ganz konkreten Menschen, die im Begriff sind an Hunger und Erstickung langsam und qualvoll zu sterben, einer abstrakten Idee des Überlebens der Spezies (der befruchteten Eizellen auf einem fremden Planeten zu opfern). Erinnert man sich da nicht an Dostojewskis “eine einzige Träne eines einzigen Kindes”?
Genauso wenig wird die Formel der Rettung den anderen “Märtyrern des(naturwissenschaftlichen) Dogmas offenbart.
Alle wurden “gewogen und für zu leicht befunden” .
Nur ein Mensch – Joseph Cooper (J.C. – ist es nicht bezeichnend?), erweist sich nach der Prüfung als der Rettung Würdiger, als Gerechter. Er ist bereit, obwohl vielleicht alles bereits verloren ist, auch sein Leben zu geben und sich ins Schwarze Loch zu stürzen, um die “Rettungsformel” zu finden. (“Niemand hat größere Liebe, denn die, dass er sein Leben lasset für seine Freunde” /Evangelium Johannes 15.13./)
Und nur weil er diese auferlegte Prüfung besteht, wird die Menscheit als der Rettung würdig befunden, die Brücke über den Abgrund geschlagen, und am Ende ist eine höhere Macht doch bereit, dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen zu halten (siehe Rilke).

Es gibt auch einiges über literarische und cinematographische Einflüsse, die meiner Meinung nach, sich im Film ganz deutlich wiederfinden, zu schreiben. Also: Fortsetzung folgt…

Advertisement